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Tovertafel – Ein „magischer“ Tisch Für Menschen Mit Demenz

Tovertafel – ein „magischer“ Tisch für Menschen mit Demenz

Eine niederländische Pflegeinnovation speziell für ältere Menschen in der mittleren und späten Phase von Demenz hat die Rostocker Heimstiftung seit diesem Monat in ihren Pflegeeinrichtungen integriert: die Tovertafel (niederländisch für “Zaubertisch“). Damit ist sie Vorreiter in Rostock, wo dieses Angebot bislang noch in keiner weiteren Einrichtung besteht.

Die Tovertafel holt Menschen mit Demenz aus ihrer Passivität, indem sie sie in ihrer physischen und kognitiven Aktivität stimuliert und soziale Interaktion fördert. Das Funktionsprinzip ist recht einfach: Ein Beamer, verbunden mit weiteren Sensoren, wird unter der Decke aufgehangen und auf die Größe des sich darunter befindlichen Tisches kalibriert. Anschließend werden unterschiedliche interaktive Aktionen und Spiele auf den Untergrund projiziert, die speziell für die Zielgruppe entwickelt wurden.

Wie durch Zauberhand erscheinen beispielsweise Blumen und Blätter, die bewegt und vergrößert werden können. Reime, Sprichwörter oder auch Puzzle können zusammengefügt, Lieder und Melodien abgespielt werden. Ein älterer Herr, der während der ersten Tests virtuelle Seifenblasen zerplatzen ließ, meinte fasziniert: „Das ist Physik! Da hatte ich in der Schule immer eine eins.“

Dabei erkennt das Gerät die Bewegungen, die auf dem Tisch vorgenommen werden und lässt den normalen Tisch wie einen Touchscreen wirken. So bringt der Zaubertisch sprichwörtlich Licht und Farbe in das Leben mit Demenz: „Wir freuen uns sehr, dass wir die Tovertafeln endlich für all unsere sechs Einrichtungen in Rostock und Kühlungsborn anschaffen konnten. Sie sind eine wertvolle Bereicherung für den Alltag unserer Bewohnerinnen und Bewohner, sorgen für Anregung und Abwechslung. Gespielt wird ohne Regeln, es gibt kein Richtig oder Falsch, man kann für sich allein oder gemeinsam mit den Angehörigen und Betreuern spielen. Es ist einfach toll mit anzusehen, wieviel Freude die neue Technik allen Beteiligten bringt.“ so Ulrike Kohlhagen, Fachbereichsleiterin Pflege.

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